Mit einem fast unveränderten Vorstand geht der TTV Metelen in sein 80. Jahr seit der Vereinsgründung am Fronleichnam 1946. Im Vereinslokal Leuters sorgte eine gut besuchte Mitgliederversammlung und das sich anschließende Grillbuffet mit Frühschoppen für eine gute Stimmung.
„Ich muss leider feststellen, dass wir gesellschaftspolitische Veränderungen erleben, die zwangsläufig zu einem weiteren Vereinssterben führen werden“, begann Geschäftsführer Andreas Joost seinen Bericht über die beiden zurückliegenden Jahr 2024 und 2025. Ohne aber erneut den warnenden Zeigefinger zu heben, nutzte er die Versammlung um aus den AOK Gesundheitsmagazin aus Juni 2026 unter der Rubrik „ Mehr als Ping Pong – So gesund ist Tischtennis“ zu zitieren:
„Kurze und kontrollierte Schläge beim Tischtennis, schnelle Richtungswechsel mit den Füßen und das Fokussieren des sich schnell bewegenden Balls haben viele positive Effekte auf unsere körperliche und mentale Gesundheit. Darüber hinaus bietet der Sport auch einen hohen sozialen Wert. So fördert Tischtennis das Gemeinschaftsgefühl der Spielenden und hilft Menschen, die ansonsten eher zurückgezogen leben, aus der sozialen Isolation.
Die positiven Effekte gelten nicht nur für Spitzenathleten und -athletinnen, sondern auch für Hobbyspielerinnen und -spieler. Sogar Kinder und Jugendliche mit besonderen Herausforderungen wie ADHS oder Autismus haben nach mehrwöchigem Training Verbesserungen bei ihrer Koordination, dem Denken und ihrer Wahrnehmung gezeigt. Tischtennis ist zudem leicht zugänglich, schnell zu lernen und das Training in der Gruppe fördert die soziale Teilhabe. Verschiedene Initiativen wie das in zahlreichen Ländern vertretene „PingPongParkinson“ oder das französische Programm „Ping4Alzheimer“ nutzen den Sport auch als therapeutische Aktivität.“
Mit Verweis auf die Anschaffung von neuen Tischtennistischen und Trikots begründete Kassierer Sebastian Klockenkemper das finanzielle Defizit in der Vereinskasse im Zeitraum der beiden Jahre 2024 und 2025.
Auf Vorschlag der Kassenprüfer wurde dem gesamten Vorstand für die Jahre 2024 und 2025 einstimmig die Entlastung erteilt. Anschließend erfolgten die Wahlen zum Vorstand jeweils ohne Gegenkandidaten und Gegenstimmen.
Geschäftsführer Andreas Joost, seit 1985 als Geschäftsführer aktiv, wurde für eine weitere dreijährige Amtszeit bin Ende 2028 ebenso wiedergewählt wie Oliver Born als 1. Vorsitzender, der diesen Posten seit nunmehr 10 Jahren ausübt.
Auch die Wiederwahl der übrigen Vorstandsposten gestaltete sich unproblematisch. Hendrik Focke (2. Vorsitzender), Sebastian Kockenkemper (Kassierer) Ralph Focke (Sportwart), und René Bückers, Frank Elsner und Hebert Wierich (Erweiterter Vorstand) wurden allesamt einstimmig bestätigt. Die Kasse wird künftig von Herbert Möllerwessel und Klaus Foecker geprüft.
In seinem emotionalen Aufruf rief Jürgen Langer dazu auf, dass alle Verantwortlichen den erkennbaren Tendenzen im Tischtennissport entgegen wirken müssten.
Im Anschluss an seinen Appell, entwickelte sich eine lebhafte Diskussion, die aber letztendlich auch zu keiner konkreten Lösing führte, zumal die Ursachen für die Entwicklung sehr zahlreich und vielfältig sind.